Meine Rezension zu „Eisiges Blut“ von Robert Masello.

ISBN: 978-3596185191
640 Seiten
Broschiert
Fischer Taschenbuch Verlag
erschienen 13. Oktober 2009
EUR 8,95 [D]
Kurzinhalt
Journalist Michael vom Travel-Magazine ist auf dem Weg zum Point Adélie in der Antarktis um dort über den Alltag in einer Forschungsstation zu schreiben. Auf dem Weg dorthin lernt er den Wissenschaftler Darryl kennen, der dort interessante Fische beobachten will. Bei einem Tauchgang entdeckt Michael zwei Leichen, eingeschlossen im ewigen Eis, perfekt erhalten, sowie eine interessante Kiste mit Weinflaschen, in denen aber kein Wein enthalten ist.
In einer Art zweiten Handlungsstrang, der im 18. jahrhundert spielt, erfährt man von Sinclair und Eleanor, einem englischen Offizier und einer Krankenschwester, die ein Liebesverhältnis miteinander beginnen, das allerdings nicht von allen Seiten gutgeheißen wird.
Wie die beiden Handlungsstränge miteinander verbunden werden, was es mit den Leichen, und den Weinflaschen, die keine sind, auf sich hat und welche besondere Rolle die speziellen Fische haben, die Darryl erforscht, scheint mal mehr, mal weniger vorhersehbar, aber in einer völlig neuartigen Kombi aus Thriller und Mystery, so dass einem fast wirklich das Blut in den Adern gefriert.
Stil und Sprache
Gehalten ist der Romand in der 3.Person Singular, wobei Perspektiven gewechselt werden.
Außerdem wechselt die Schreibweise, sobald man sich nicht mehr in der Gegenwart befindet.
Zu Beginn des Buches wird noch alles, vor allem der Alltag auf der Forschungsstation genauestens geschildert. Die Detailtreue verliert sich immer mehr, je mehr das Buch in Bereich der Mystery abdriftet. Eine sehr gelungene Mischung, auch vom sprachlichen Aspekt her.
Figuren
Hauptperson ist der Journalist Michael, der den unliebsamen Job, in die Antarktis zu reisen als willkommene Abwechslung sieht, um von seinen Depressionen loszukommen, die er seit dem tragischen Unfall hat, durch den seine Exfreundin im Koma liegt.
Dann haben wir noch einen Wissenschaftler, eine Ärztin und all die anderen Mitglieder der Forschungseinrichtung.
Als zweiter Personenkern folgen dann noch Sinclair und Eleanor.
Persönliche Meinung
Ganz ehrlich? Ich hätte nicht gedacht, dass eine Kombi aus Mystery und Thriller so interessant und unterhaltsam sein kann. Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen, so spannend fand ich es.
Dennoch gibt es auch einige Kritikpunkte, die mich dazu bewegen, keine volle Punktzahl zu vergeben: Das Mittel, um das es geht, wird mal eben in 2 Tagen „hergezaubert“ und mir hat am Ende des Buches der Aha-Effekt gefehlt, stattdessen leider nur ein „Hä“-Effekt. Die Auflösung diverser „Probleme“ schien ein wenig an den Haaren herbeigezogen, so als ob man genau wüsste, das hat der Autor aber schön hingedeichselt.
Alles in allem war es aber sehr gute Unterhaltung, die sich in jedem Fall von der breiten Masse der auf dem Markt bereits vorhandenen Bücher abhebt.